Pressestimmen

"...menschliche Geist ins Wanken bringt."

(Szabadság, vom 16.02.2010 Authorin: Kulcsár Gabriella)

Kontrabasssolist Guy D. Tuneh führt Kol Nidrei auf, begleitet von dem Sinfonieorchester und Chor der Transsilvanischen Staatsphilharmonie, dirigiert unter der Leitung von Noam Zur.

"In den letzten Wochen der Aufführungen der traditionellen Freitag Nachtkonzerte vocalsymphonischer religiöser Werke ist es ein großes Erlebnis, wenn die Zusammenführung des Klanges von Chor und Orchester (Sinfonieorchester und Chor der Transsilvanischen Staatsphilharmonie von Cluj- Napoca) wächst und sowohl die Wände der Konzerthalle als auch den menschliche Geist ins Wanken bringt."

"Solche musikalische Raritäten erfreuten letzte Woche im Konzert, welches von Noam Zur (Israel) mit energetischer Spannung und Intimität dirigiert wurde."

"M. Bruchs Stück Kol Nidrei ist im Original für Cello komponiert. An diesem Abend hörten wir die Transkription für Kontrabass von Guy David Tuneh (Israel), welche eine künstlerische und sensible Darstellung präsentiert hat. Die Interpretation von jüdischen Gebetsmelodien und romantischer Leidenschaft wurden mit einer reichen Farbpalette verwirklicht. Guy David Tunehs sympathischer Auftritt und die unmittelbare Art seines Spiels schenkten Ihm die Bewunderung des Publikums. Der andauernd anhaltende Applaus veranlasste Guy David Tuneh, eine Zugabe mit einer Improvisation über das Werk von Teppos Themen zu geben."





























"Soli im Saal, Tutti im Garten"

(Mitteldeutsche Zeitung vom 27.06.2006)

"Dessauer Bassgeigengala gibt sich vielseitig und virtuos."

"... Miloslav Gajdos aus Tschechien, liefert mit Guy Tuneh den virtuellen Höhepunkt vor der Pause: Variationen über Paisiello von Giovanni Bottesini. Da hat man schon mal originale Literatur für Kontrabass und Klavier und macht daraus mittels Spielwitz und Empfindsamkeit ein Stück für zwei Streicher."





























"Fagott und Kontrabass einmal anders"

(Allgemeine Zeitung Mainz, Lokalanzeiger vom 25.01.2008 - Autorin: Miryam Mohr)

"Duo Bassone mit ungewöhnlicher Instrumentenkombination"

"SELZEN. Kontrabass und Fagott sind zwei klangvolle Instrumente, die man in der klassischen Musik allerdings eher selten als Soloinstrumente hört. Anders ist dies beim "Duo Bassone", das zum inzwischen vierten Neujahrkonzert im Selzener Wilmshof antrat. Im Rahmen der Reihe "Klassik im Gewölbe" zeigten Guy Tuneh am Kontrabass und Thomas Ritschel am Fagott , dass beide Instrumente mehr können als nur zur Klangfarbe eines Sinfonieorchesters beizutragen. Wie immer gab es neben dem Ohrenschmaus, der von Haydn und Mozart bis hin zu zeitgenössischer Musik reichte, ein schmackhaftes Büffet für die zahlreichen Musikfreunde.

Das Künstlerduo kam durch Vermittlung der Villa Musica, bei der beide Stipendiaten sind, und brachte internationales Flair in die Gutsschänke des Wilmshof. Beide Musiker verfügen über nationale und internationale Konzerterfahrung, so spielt etwa der Israeli Tuneh in Daniel Barenboims renommierten "Westeastern Divan Orchestra", das junge palästinensische und israelische Musiker zusammenführt. Dass Tuneh sein Instrument liebt, zeigte sich nicht nur an den gelegentlichen Seitenhieben auf den "kleinen Bruder" Cello. Tuneh vertritt die Meinung, dass dem Bass mindestens die gleiche Hochachtung gebührt, und veranschaulichte dies etwa damit, dass er Tschaikowskys Variationen über ein Rokoko-Thema kurzerhand auf dem Kontrabass vortrug.

Den Schwerpunkt des anspruchsvollen Konzerts, das einmal am Vormittag mit Sektempfang und ein zweites Mal am frühen Abend mit Büffet vorgetragen wurde, bildeten klassische Komponisten wie Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und die weniger bekannten Komponisten Georg Abraham Schneider und Johann Baptist Vanhal. Von Schneider erklangen ausgewählte Duette für tiefe Instrumente, von Vanhal ein Thema mit Variationen, von Haydn ein ursprünglich für Cello und Kontrabass geschriebenes Duetto, das Tuneh für Fagott und Bass bearbeitete, und von Mozart zu Duos umgearbeitete Opernmelodien. Einen gänzlich anderen Farbtupfer setzte Tuneh mit der "Suita piccola" für Solokontrabass des zeitgenössischen finnischen Komponisten Kai Nieminen.

Bei allen Stücken gelang es den Musikern, die jeweils eigene Klangfarbe ihrer Instrumente herauszustreichen und zu zeigen, dass beide als Soloinstrumente überzeugen und auch im Zusammenspiel sehr gut harmonieren eine Instrumentenkombination, an die man sich ruhig öfter wagen sollte. Im Mittelpunkt stand dabei eindeutig Tuneh mit seinem Kontrabass, der vor allem durch eine erstaunliche Fingerfertigkeit auf diesem sonst eher behäbig wirkenden Instrument beeindruckte und ein teilweise atemberaubendes Tempo vorlegte. Aber auch Ritschel bewies, dass er virtuos und kongenial mit seinem Fagott umgehen kann.

Bleibt zu hoffen, dass sich die Tradition der Neujahrskonzerte mit viel versprechenden Künstlern 2009 fortsetzt."





























"Virtuose Kontrabässe"

(Allgemeine Zeitung Mainz, vom 02.05.2009 - Autor: Achim Schiff)

"Duo Bassone im Eimsheimer Weingut Geil"

EIMSHEIM (as). Sonnenverwöhnt, an feinperliger Frische im Glas nippend, warten Freunde kulinarischer Kitzel und entkorkter Wunder auf ein Klangerlebnis. Im so lichten Kreuzgewölbe des Eimsheimer Weingutes Geil gastiert mit dem “Duo Bassone" in mehrfacher Hinsicht Unerhörtes. Mit dem aus Israel stammenden Guy Tuneh und der in Ulm geborenen Eva Brüstle wandelten zwei virtuose Solisten in Harmonie das ansprechende Ambiente der Gutsschänke zum akustischen Erlebnisraum. Wie vielseitig verdeutlichten die beiden, dass sich Kontrabässe nicht im Orchester verstecken müssen, sondern eigensinnig verzaubern.

Das für zwei Geigen geschriebene “Vivace" aus dem d-moll Konzert Bachs (BWV 1043) gewinnt an Tiefe und Transparenz. Mal zärtliche, bald fordernde Gesten dem Instrument gegenüber zeigen, dass Bachs Musik mehr transportiert als das Kalkül des Kontrapunkts. Sinnlichkeit wird rege.

Auch klassische Strenge nach dem Barock beginnt zu tanzen. Mit dem “Duett³ von Georg Abraham Schneider stellt das von der Stiftung Villa Musica (Mainz) vermittelte Ensemble eine Komposition, die heutzutage eher Fagotte oder Celli interpretieren. Von Leichtigkeit zur Melancholie im Allegro; wie beschwingtes Spazieren das Andante; im schnellen Dialog, plappernd sogar setzt das Finale aus “Presto" auf. Das Auditorium spendet Szenenapplaus Die Akteure der Matinee bewiesen Feingefühl und Enthusiasmus in perfekter Technik. Mal sanft im Akkord, bald einzelne Töne zupfend die Kadenz illustrierend.

Als wollten sie neben dem Gehör auch Seelen animieren: Insbesondere die Fantasia “La Somnambulla", mit der Giovanni P. Bottestini die Nachtwandlerin aus Bellinis Oper heraufbeschwor, überraschte. Der mit Verdi befreundete Komponist dirigierte die Aida-Uraufführung in Kairo und sorgte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit revolutionärer Spieltechnik für die Entdeckung des Kontrabasses als solistisches Instrument. Wie federleicht die wuchtigen Klangkörper singen bis zu höchsten Soprantonlagen! Das sonst meist als Flirt zwischen Klavier und Bass bekannte Bravourstück ließ romantisch träumen, wie die Einladung versprochen hatte. Zuvor “betete³ Guy David Tunehs Bass. Max Bruch (1838 bis 1920) sorgte dafür, dass das Abendgebet des jüdischen Versöhnungstags und seine tradierte Melodie in den Kanon ernster Musik eingingen. Der aufführende Virtuose vermied erklärende Worte, ließ vielmehr das Werk sprechen. Versöhnung, trotz Shoah, wird angeboten.

Fast alles, was leider zu wenig Ohrenzeugen in Eimsheim erlauschen durften, waren geniale Bearbeitungen fremd-vertrauter Noten. Bleibt zu hoffen, dass “Duo Bassone³ noch öfters sich eint, um Patrick Süskind zu widersprechen: Kontrabass muss nicht einsam bleiben. Der Erfolgsautor irrte, jeder konnte es hören. Beifall forderte Zugaben ein.





























"Musikalische Kabinettstücke"

(Allgemeine Zeitung vom 25.07.2005 von Frank Gottschald)

"Dozenten und Stipendiaten von Villa Musica in der Römerhalle."

"... Da spielten der Israeli Guy Tuneh mit seinem Kontrabass und der Badener Mischa Meyer mit dem Violoncello das Duetto D-Dur von Gioacchino Rossini. War schon die Besetzung ungewöhnlich - zwei Instrumente, die dem klanglichen Unterbau eines Orchesters dienen, nun in Solorollen - so war das Spiel dieser beiden Stipendiaten geradezu phänomenal. Rossini hatte sein Stück für einen Möchtegern-Cellisten geschrieben, der ihn dafür auch fürstlich bezahlte. Der Komponist machte sich aber einen Spaß daraus, den Amateur mit unbarmherzigen technischen Anforderungen vorzuführen. Guy Tuneh und Mischa Meyer gingen an diese Aufgabe mit jugendlicher Unbekümmertheit und Spaß. Der Cellist schnaufte bei jeder Schwierigkeit genüsslich. Der Bassist spielte mit dem ganzen Körper, verzog das Gesicht vor Entzücken über jedes Kabinettstückchen. Beide steigerten sich so in ihr Spiel, dass noch vor den letzten Takten Jubelrufe aus dem Publikum ertönten. Bravorufe und nicht enden wollender Beifall folgten. ..."





























"Musiker spielen für Kollegen in Italien" - Bodenseefestival 2009

(Schwäbische Zeitung vom 28.05.2009)

"Mozarts Kirchensonaten..."

"Nach dem verheerenden Erdbeben in Mittelitalien, wo auch die Decke eines großen Konzertsaals eingestürzt ist und wertvolle Instrumente vernichtet wurden, verzichten die Musiker spontan auf ihr Honorar und spenden die Einkünfte aus dem Konzert in der voll besetzten Kirche in Lindau den schwer getroffenen Musikerkollegen in Italien."
"... Das glanzvollste Werk, das zudem erst vor wenigen Jahren wiederentdeckt wurde, stand mit Händels "Gloria" für Sopran, zwei Geigen und Generalbass am Anfang, fein umspielt von den Geigen und getragen von Kontrabass und Orgel."
"Mozarts Kirchensonaten klingen auch wie schmeichelnde Violinduette, empfindsam, lieblich und chromatisch die eine, konzertant und reich an Wendungen die andere."
"Rainer Kussmaul und seiner Meisterstudentin Aysen Ulucan, Christian Hommel an der Truhenorgel, und der tanzend symbiotisch mit seinem Kontrabass verbundene Guy Tuneh bildeten eine belebte Basis."





























"Weltklasse trifft Neulinge"

(Badische Zeitung vom 29.09.2009)

"Breitnau, Im Rahmen des Kleinkunstfestivals demonstrierten Musiker, Magier und Komiker aus dem Hochschwarzwald ihr abwechslungsreiches Talent."
"Den Auftakt machte das Duo Bassone. Eva Brüstle und Guy Tuneh strichen mit Hingabe ihren Kontrabass. Die Kammermusiker standen schon mit den ganz Großen auf den Bühnen dieser Welt. Als Zugabe setzten sie ein Stück aus Bachs Geigenwelt auf ihr Instrument um und trafen damit den Geschmack des Publikums."
"In der Tradition der offenen Bühnen in New York, Mailand oder Berlin hat es jetzt Künstler in den Breitnauer Pfarrhof verschlagen", erklärte Martin Wangler, der durch den Abend führte. Das soll nicht einmalig bleiben. Bereits im nächsten Jahr darf sich das Publikum wieder auf sehenswerte Künstler aus dem Schwarzwald freuen.





























"Mobiler Tieftöner"

(Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 04.12.2008, Autor: Guido Holze)

"Es war der Abend der seltenen Streicherkammermusik mit Kontrabass,"

"Es war der Abend der seltenen Streicherkammermusik mit Kontrabass, wobei mit Dvoráks Quintett G-Dur op. 77 ein hochkarätiges, in der thematischen Erfindung und Arbeit brillantes Werk den Zielpunkt bildete: Anders als Mozarts mit zwei Bratschen besetzte Quintette oder Schuberts Beitrag mit zwei Celli muss sich in dieser böhmischen Variante der Tieftöner in den Streichquartettsatz integrieren - und das sehr mobil“
„Dass die Aufführung in der Mainzer Villa Musica etwas schroff geriet, lag allerdings weniger am balancierten Spiel des Kontrabassisten Guy Tuneh als an der Farbgebung und intonatorischen Trübungen der ersten Violinstimme.
Als Quartett ohne Viola, aber mit Kontrabass sind die sechs frühen Streichersonaten von Rossini angelegt, deren letzte in D-Dur im Finale unter dem Titel "Tempesta" nach Opernart mit Blitz und Donner szenische Dramatik entfaltete.